Volksverhetzende Neonazikundgebung in Görlitz

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Wie schon in den letzten Jahren zum Jahrestag des Pogroms der Nazis gegen jüdische Menschen, versuchten die Görlitzer Neonazis, die der NPD zuzurechnen sind, eine Aktion durchzuführen. Bei einem Versuch ist es diesmal leider nicht geblieben, denn die Neonazis meldeten eine Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude auf dem Görlitzer Postplatz an.
Skandalöse Genehmigung
Wenn wir an den neunten November denken, dann ist der Jahrestag der Pogrome wohl am wichtigsten. Am Neunten November 1938 wurden in ganz Nazideutschland jüdische Einrichtungen, Geschäfte, sowie Menschen angegriffen. So auch in Görlitz. Die Mordslust der Nazis gipfelte in der industriellen Massenvernichtung, vor allem von jüdischen Menschen.

Zurück zu Görlitz: Hier standen 10 Neonazis, darunter auch STEPHAN LATZEL, der ganz klar als Verantwortlicher agierte, mit einem Transparent mit der Aufschrift „WIDERSTAND – DAMALS WIE HEUTE“ und einer Schwarz-Weiß-Roten Fahne [1] vor dem Gerichtsgebäude auf dem Postplatz. Jedoch ohne sich auf ein geschichtliches Ereignis zu beziehen. Sicherlich ist auch der neunte November 1989 ein geschichtliches Ereignis, jedoch passt dieser Spruch aus der Sicht der Neonazis natürlich auch auf das Jahr 1938. Diese haben noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie die Vernichtung der Juden nicht für falsch befunden haben.

Antifa-Aktion
Da diese Aktion nicht einfach hinzunehmen ist, haben sich 15 AntifaschistInnen spontan zu einer Gegenaktion zusammengefunden und sich gegen den braunen Haufen ausgesprochen. Die Polizei tat dabei ihr übriges und unterstützte die Nazis indem sie versuchte die Personalien der Antifas zu kontrollieren. Durch die Anmeldung einer eigenen Demo konnte das jedoch teilweise vermieden werden.

Nicht das erste Mal
Das war nicht die erste Aktion dieser Art. Schon am 17. 8. 2005 und am 17. 6. 2005 propagierten die Neonazis ihr braune Gesinnung auf dem Postplatz. Am 17. 8. 2005 gedachten die Neonazis dem Tod von Hitler-Stellvetreter Rudolf Heß. Am 17. 6. 2005 beteiligten sich diese Neonazis aktiv an der von der CDU abgehaltenen Kundgebung für die Opfer des sog. „Volksaufstands“ in der ehemaligen DDR. Der gleiche Personenkreis beteiligte sich auch am 2. 10. 2005, bei einem erneuten Aufmarsch der Neonazis mit einer Kundgebung am Neißeufer. Diese Aktivitäten haben alle das Ziel, den Nationalsozialismus zu verherrlichen!

FAZIT
In dieser Form war diese Nazi-Kundgebung volksverhetzend. Wir fordern die Stadt und die Polizei auf, unverzüglich rechtliche Maßnahmen gegen den Anmelder dieser Kundgebung zu unternehmen.

Anmerkung:
Schwarz-weiß-rot waren bis zum Ende des Ersten Weltkrieges die offiziellen Farben des Deutschen Reiches. Externer Link http://www.dasversteckspiel.de/nazisymbole4.html

ostsachseninfos-redaktion
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Published at 11.11.2005 - 11:47:49

 


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