KEINE NAZIS IN DEN LANDTAG

Überall NPD, überall Plakate, auf den sog. Montagsdemos beteiligen sich mitunter organisierte Neonazis - in einigen Regionen dominieren Neonazis diese sogar. Am 19.September 2004 ist in Sachsen und Brandenburg Landtagswahl. Nach Umfragen von Infratest dimap kann die NPD sogar mit 13 Prozent in Sachsen rechnen.


Montagsdemo in Görlitz

Keine einfachen Schlüsse
Den zu erwartenden Erfolg der Neonazis mit sozialen Missständen bzw. der aktuellen Hartz IV-Diskussion zu begründen ist sehr verkürzt. Vielmehr zeigt sich hier eindeutig ein rassistischer Grundkonsens der in vielen gesellschaftlichen Ebenen herrscht.

Schon zu den Kommunalwahlen hatten die Neonazis mehrere Erfolge erzielen können und sitzen mittlerweile in mehren Kommunalparlamenten (z.B. Dresden, Sächsische Schweiz oder in Chemnitz).

04.11.2005 – Lesung aus dem Buch „Moderne Nazis“ von Toralf Staud mit anschließender Diskussion

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Am 04.11.2005 fand 19 Uhr auf dem Kulturboden der Hillerschen Villa in Zittau eine Lesung mit Toralf Staud aus dessen Buch „Moderne Nazis“ statt. Etwa 90 Menschen nahmen die Einladung an.
Vornehmlich jüngere Zuhörer füllten den Saal, so dass schnell die Platzgrenze erreicht war. Auch einige bekannte schwarze bzw. braune Schafe fanden sich zu der Lesung ein. Auch ein Stadtrat der „DieLinke.PDS“ sowie einige Kreis- und Gemeinderäte dieser Partei waren anwesend. Die Lesung war kostenlos, denn sie wurde von der „Heinrich-Böll-Stiftung“ gefördert.

Herr Staud schrieb mehrere Jahre für „Die Zeit“ verfasste aufgrund seiner Recherchen das vorgestellte Buch. In dem Buch spricht er verschiedene Themen an, zum Beispiel „Gebrauchsanleitung für den Umgang mit der NPD“ sowie auch Rechtsrock und rechten Lifestyle

Im Anschluss an die Lesung hatte das Publikum die Möglichkeit Fragen an Herrn Staud zu stellen. Es gab einige unqualifizierte Fragen der „braunen Minderheit“, diese wurde sehr souverän von Herrn Staud beantwortet. Andere Zuhörer konnten über diese Fragen nur den Kopf schütteln, wieder einmal entlarvte sich die NPD selber. So konnte Herr Staud deutlich machen, wie intolerant und menschenfeindlich die NPD ist, da sie Menschen nach deren Herkunft bewertet und die Menschenrechte in ihrem Parteiprogramm nicht anerkennt.
Eine weitere Frage war, ob die NPD ein ostdeutsches Problem sei. Herr Staud bejahte diese Frage und argumentierte mit der sozialen Verunsicherung in der Bevölkerung. Gegen 21 Uhr war die Veranstaltung beendet.

Fazit: Die Veranstaltung war sehr gut besucht, Herr Staud stellte ein sehr interessantes Buch vor und es kam nicht zu den angekündigten Störungen „moderner Nazis“.


Published at 07.11.2005 - 14:11:00

 


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