Gegen Revanchismus und Antisemistismus

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Die "Vertriebenen" und der Krieg gegen Jugoslawien
DER RECHTE RAND Nr. 59 vom Juli / August 1999, S. 9 f. (Von Samuel Salzborn) // Published at 05.01.2003 - 17:35:58
Die "Bilder vom Völkermord, von Vertreibung und Enteignung im Kosovo", schrieb der Sprecher der "Sudetendeutschen Landsmannschaft" (SL), Franz Neubauer, Anfang April an seine Landsleute, die "täglich zu uns gelangen, rufen in uns die Erinnerung an jene furchtbaren Ereignisse am Ende des Zweiten Weltkrieges wach, als wir Sudetendeutschen aus unserer Heimat vertrieben wurden. Mit Entsetzen müssen wir feststellen, wie sich die Bilder gleichen." Das völkische Kollektiv - "wir Sudetendeutsche" - wisse aus eigener Erfahrung, was "die Menschen im Kosovo durchmachen" und fühle "mit ihnen".

Tschechien & BRD: Themenseiten der Jungle-World zu Hitlers fünfter Kolonne
Jungle-World Nr. 10/2002 – Themenseiten // Published at 05.01.2003 - 17:32:13
Keinen Fußbreit der Kolonne von pascal beucker Für die tschechische Bevölkerung gehören die Benes-Dekrete zum Selbstverständnis des heutigen Staates. Neue Heimat: Edmund Stoiber findet sie nicht gut, Jörg Haider ist gegen sie, und jetzt hat auch der ungarische Ministerpräsident die Rücknahme der Benes-Dekrete gefordert. Da kann der deutsche Außenminister Joseph Fischer nicht zurückstehen. In Prag verteidigte er die Sudetendeutschen gegen die Vorwürfe der tschechischen Regierung.

Von Benes zu Sharon ... oder von Henlein zu Arafat
Tjark Kunstreich (Bahamas 38/2002) // Published at 05.01.2003 - 17:23:11
Kaum etwas traf die Feinde Israels so unerwartet und heftig wie der Auftritt des tschechischen Ministerpräsidenten Milos Zeman Mitte Februar 2002 in Israel: Keine Appelle an beide Seiten, keine Friedensparolen, keine ungebetenen Ratschläge, statt dessen schlicht Solidarität aus bitterer historischer Erfahrung. Gerade war das FPÖ-Referendum zu Temelin vorüber, mit dem die sudetendeutsche Frage einmal mehr virulent wurde, trotzdem konnte Zeman den Mund nicht halten: Mit Terroristen, das habe man in Tschechien aus der Geschichte gelernt, verhandle man nicht. Um Zemans Besuch ging es sicherlich bei einer bemerkenswerten Veranstaltung, die am 17. April im Wiener Haus der Heimat stattfand. „Von Benes zu Sharon. Sudetendeutsche und Palästinenser – entrechtet und vertrieben“ lautete das Thema des Abends, zu dem die österreichischen Sudetendeutschen den Vizepräsidenten der Palästinensischen Gemeinde in Wien, Dr. Georg Nicola, eingeladen hatten. Der Vergleich der Forderung nach Rückkehrrecht für die palästinensischen Flüchtlinge mit der nach Rückkehr der deutschen Vertriebenen wurde selbst von Wohlsinnenden immer als übertrieben und falsch kritisiert. Jetzt bestätigten die Betroffenen selbst: Das antiimperialistische „Wir sind alle Palästinenser“ und das revanchistische „Wir sind alle Sudetendeutsche“ amalgamieren offensichtlich problemlos zum völkischen „Wir sind alle Entrechtete und Vertriebene“.

Republik Freies Österreich
Jungle World Nr. 06/2002 - 30. Januar 2002 // Published at 28.12.2002 - 18:47:06
Es ist kein Zufall, dass die FPÖ die Grünen als entschiedenste Verfechter von Volksbegehren und Volksentscheiden abgelöst hat. Die plebiszitäre Begeisterung weist den Weg in eine demokratische Barbarei. von stephan grigat Allen, die es wissen wollten, war es ohnehin klar: Das in der vorigen Woche mit 915 000 Stimmen erfolgreich abgeschlossene Volksbegehren gegen das tschechische Atomkraftwerk Temelin hatte die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) nicht initiiert, um ihr plötzliches Engagement für den Umweltschutz zu belegen. Vielmehr ging es um eine neue Variante des freiheitlichen Geschichtsrevisionismus. Ganz zufällig dürfte die Atomenergie allerdings auch nicht als Kampagnenthema gewählt worden sein, gibt es doch bei der Angst vor dem Strahlentod bei allen vernünftigen Einwänden, die sich gegen diese Energieform vorbringen lassen, immer auch ein Quäntchen Wahn.

Warum die Benes-Dekrete notwendig waren und sind
Anmerkungen zu den Benes Dekrete zeitgeschichte. uni- linz. ac. at/ modern. history. linz/ 002. pdf okt. 2001, Hans Hautmann // Published at 25.12.2002 - 01:39:48
Anmerkungen zu den „Benes-Dekreten“ Im Zusammenhang mit dem geplanten Beitritt Tschechiens zur EU ist in letzter Zeit sehr oft von den „Benes-Dekreten“ die Rede gewesen. Beispielsweise behandelte der österreichische Nationalrat am 19. Mai 1999 eine von den Abgeordneten Dr. Kostelka, Dr. Khol, Dr. Höchtl und anderen eingebrachte Entschließung, in der die Bundesregierung ersucht wird, „weiterhin im Verbund mit den anderen Mitgliedstaaten und den Institutionen der Europäischen Union auf die Aufhebung von fortbestehenden Gesetzen und Dekreten aus den Jahren 1945 und 1946, die sich auf die Vertrei-bung von einzelnen Volksgruppen in der ehemaligen Tschechoslowakei und im ehemaligen Jugo-slawien beziehen, hinzuwirken“. Die Entschließung wurde mit den Stimmen der SPÖ und ÖVP angenommen; die FPÖ lehnte sie ab, weil sie ihr zu wenig weit ging. Im Wahlkampf 1999 erhoben FPÖ und ÖVP die Forderung, dass die Aufhebung der Benes-Dekrete zur Bedingung für den EU-Beitritt Tschechiens gemacht werden müsse. Ein entsprechender Passus wurde dann auch im Ko-alitionspakt verankert. Am 7. März 2000 erklärte der Landeshauptmann von Oberösterreich, Josef Pühringer (ÖVP), in einer Aussendung der Landesregierung, dass das Thema „Benes-Dekrete“ nicht abgeschlossen sei und auch nicht von Tschechien einseitig als abgeschlossen erklärt werden könne. Er sagte: „Wir Oberösterreicher können uns nicht vorstellen, dass Tschechien in die EU aufgenommen wird, wenn diese Unrechtsakte weiter Teil der tschechischen Rechtsordnung sind“. Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider legte wie üblich noch ein Schäuferl nach, als er am 15. August 2000 in einer Rede vor der Volksdeutschen Landsmannschaft sagte, dass es „völlig unverständlich“ sei, „dass es im heutigen Europa noch Beschlüsse gibt, die den Mord an den Volksdeutschen rechtfertigen“.

Grenztournee 2002
Published at 25.12.2002 - 01:30:25
Frankfurt/Oder - 12.01.02 Rund 30 Neonazis zogen in Frankfurt (Oder) durch leere Straßen Frankfurt (Oder) antifanews 12.01.2002 - Rund 30 Neonazis folgten heute dem Aufruf der "Interessensgemeinschaft für die Wiedervereinigung Gesamtdeutschlands (IWG)" und deren Vorsitzenden Georg Paletta und fanden sich zu einer Demonstration unter dem Motto "Recht auf Heimat" am Frankfurter Hauptbahnhof ein. Eine lustige Truppe scheint die IWG allemal zu sein. Nur einer durfte anscheinend längere Reden halten - der Chef der IWG höchst persönlich nämlich, Georg Paletta. Bevor er dies aber tat, verharrten die 30 Neonazis auf ihrem Demonstrationsrecht und marschierten durch die Grenzstadt. Auf der Gegenseite fanden sich zirka 100 Jugendliche am Hauptbahnhof ein, um ihrem Protest gegen den braunen Mob freien Lauf zu lassen. Zuerst mussten aber die friedlichen GegendemonstrantInnen die Entschlossenheit der Ordnungskräfte spüren, den Aufmarsch der Neonazis durchzusetzen. So wurden sie mit aller Gewalt auf den Gehweg abgedrängt Straße frei für die Nazis. Rund eine halbe Stunde gingen die Neonazis durch das verschlafene Frankfurt. Scheinbar niemand hat sie gehört - außer den GegendemonstrantInnen, die mittels der einschlägig bekannten Sprechchöre die 30 ewig Gestrigen übertönten. Bereits auf dem Rückweg bekamen die Neonazis dann doch noch die Entschlossenheit der Frankfurterinnen zu spüren. Rund 50 Menschen bildeten kurz vor der Kreuzung zur Heilbronner Str. eine Sitzblockade. Der Einsatzleiter der Polizei pfiff die herannahenden behelmten knüppelwütigen Potsdamer Kollegen sofort zurück. "Hier wird nicht geräumt" - Zehn Minuten gab er den Protestierenden. Einige Nazis fühlten sich bereits jetzt ohnmächtig, dem lautstarken Protest der linken Jugendlichen etwas entgegenzusetzen. Auf Sprechchöre wie "Stalingrad" folgten Antworten wie "Wo wart ihr in Buchenwald?'. Sofort drängten die Ordner den paralysierten Skinhead ab - ohne Folgen seitens der Polizei: "Das ist mit den Gerichten abgeklärt. So etwas darf man sagen." meinte ein Polizist dazu. Nachdem die Neonazis auf dem Gehweg die Blockade umgingen, liefen sie zurück zum Hauptbahnhof, wo ihr Versammlungsleiter, Georg Paletta, eine grandiose Grundsatzrede hielt. Vielleicht mag sein hohes Alter einiges entschuldigen, aber fallen folgende Zitate auch darunter? "Michail Gorbatschow hat im Rahmen der 2 4-Verträge Deutschland die Rückgabe der Ostgebiete angeboten. Sogar Polen war damit einverstanden. Aber der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher machte ein Strich durch die Rechnung." Über solche und ähnliche Äußerungen und Palettas weitere Ausführungen über die gestiegenen Benzin- und Heizölpreise, den bösen Euro und Sätze wie ,,Das deutsche Volk ist dumm geworden." machten sich nur die herumstehenden Polizisten und die Antifas hinter den Polizeiketten lustig. Das Gelächter der Linken brachte die Nazis offensichtlich so durcheinander, dass sie nicht mehr wussten, wem sie zuhören sollten. Offenbar haben sie das Klatschen verlernt - verständlich, denn Paletta ließ es sich nicht nehmen glatte 30 Minuten im Führerstil einen Unfug zu erzählen, den selbst die nationale Jugend nicht mehr verstand.

Klaus Menzel (IWG)
subversiv #12 // Published at 25.12.2002 - 01:20:42
Ein Mann treibt sein Unwesen in Ostsachsen. Es ist KLAUS MENZEL, 62 Jahre alt. Er lebte bis vor kurzem in Bremerhaven, zog danach nach Waldhufen (OT von Niederseifersdorf) bei Niesky. Er ist bei allen regionalen und überregionalen Naziaufmärschen mit dabei (wie zum Beispiel am 01.Mai 2002 in Dresden) und hatte eine unangemeldete Versammlung am 08.07.2001 in Niesky geleitet, wo der Polizei für den Tod eines Kameraden die Verantwortung gegeben wurde. Daran nahmen etwa 25 Nazis der "Schlesischen Jungs" und "Odins Legion" teil. Er will sich für die deutschen Vertriebenen einsetzen und wird höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr der Nachfolger vom Ex-Wehrmachtsoffizier und jetzigen IWG -Vorsitzenden GEORG PALETTA, der bald 80 wird und in KLAUS MENZEL einen ebenso lächerlichen Nachfolger gefunden hat. Er wirkt ziemlich bürgerlich und nimmt an vielen öffentlichen Veranstaltungen teil, die er mit beeinflussen will, aber das gelingt dem 62-jährigen offensichtlich nicht. So mischte er sich am 08.12.01 bei einer Veranstaltung zum Thema NJB in der Görlitzer Stadthalle unter die Besucher, wird aber enttarnt und muss die Stadthalle verlassen. Am 13.04.02 marschiert er bei einem IWG- Aufmarsch zusammen mit rund 50 Nazis, u.a. der Vorsitzende der Görlitzer NPD Jürgen Krumpholz, durch Bad Muskau. Vier Tage später, am 17.04.02, nimmt er zusammen mit anderen Nazis an einem Infoabend über Rechtsextremismus in der Zittauer Burgteichschule teil. Menzel trat zuletzt beim Nazitrauermarsch am 08.05.02 in Erscheinung, wo er zusammen mit ca. 30 Nazis um die Niederlage Nazideutschlands im zweiten Weltkrieg trauert. Hier fungierte er sogar als Anmelder. Zu erkennen ist er an seinem Demo-Outfit (Tarn-Mütze, rot-grüne Jacke - like on the picures). Er wird höchstwahrscheinlich die unrühmliche Tradition der IWG weiterfahren und im nächsten Jahr die Aufmärsche selber anmelden. Doch verschiebt sich die IWG immer mehr nach Ostsachsen. Aus: SUBVERSIV #12./Juni 2002

Wer und Was ist die IWG?
Published at 24.12.2002 - 01:15:18
Hinter dieser so gut wie unbekannten Interessengemeinschaft verbirgt sich ein Bündnis verschiedener faschistischer, revanchistischer Gruppen und Organisationen. Wobei nicht ein offenes Bündnis zwischen den Gruppierungen prägend ist, sondern eine Überschneidung von Funktionsträgern. Es bestehen Verbindungen zum Bund der Vertriebenen (BdV), der Gesellschaft für freie Publizistik (GfP), der Deutschen Gildenschaft, dem Witikobund, der Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH), dem Bund für Gesamtdeutschland, den Repubulikanern (REP) und selbstverständlich zur NPD. Vorsitzender dieser wirren Vereinigung ist Georg Paletta (siehe Foto), ein unscheinbarer, an Großdeutschland hängengebliebener alter Mann. Neben den oben genannten Organisationen hat Paletta auch Beziehungen in das militante Lager der Rechtsextremisten. So bestehen Kontakte zum Bündnis Rechts (Zusammenschluß sog. "Freien Kameradschaften" und rechtsextremer Parteien bzw. Organisationen vornehmlich im norddeutschen Raum), in dessen Mitteilungsblatt „Lübbscher Auf-klärer“ er zuweilen schreibt. Schon für den 3. Oktober 1998 plante er eine „Groß-demonstration“, bei der er mit einhunderttausend TeilnehmerInnen durch das Brandenburger Tor ziehen wollte. Es kamen aber nur zwanzig.

Finckhs These ist schlichtweg falsch
Sächsische Zeitung (Lokales Görlitz ), 16.11.2002 // Published at 19.11.2002 - 16:30:34
Am symbolträchtigen 9. November fand im Görlitzer Autohaus Klische die Uraufführung des Stückes „Unschuldig“ von Nils Daniel Finckh statt. Zuerst muss den Schauspielern ein großes Lob gezollt werden. Es gelang ihnen, die vielen Längen und Schwierigkeiten der Textvorlage zu meistern, wobei die Schüler des Gymnasiums Augustum den professionellen Schauspielern in nichts nachstanden. Dieses Stück, ursprünglich für die Görlitzer Synagoge gedacht, hinterließ bei mir trotzdem ein äußerst ungutes Gefühl, wobei ich nicht über die literarische Qualität des Textes oder Finckhs Inszenierungsstil urteilen will, sondern allein über seine inhaltliche Aussage. Finckh stellt am Beginn seines Stücks die These auf, dass die heutige Jugend stark unter Schuldgefühlen, die Zeit des NS betreffend, zu leiden habe. Er demonstriert das an der Liebe der beiden deutschen Jungen Basti und Tom zu dem jüdischen Mädchen Mika. Eine Liebe, die nicht stattfinden kann, weil die Deutschen gezwungen sind, sich schuldig zu fühlen.

Bericht über die Veranstaltung mit Auschwitzüberlebenden
HuH e.V., 12.02.02 // Published at 02.11.2002 - 22:30:45
Bericht zu den beiden Veranstaltungen „Mit der Zeit kommt das Vergessen – Mit der Zeit kommt das Verdrängen“ Am 6. und 7. Feb ´02 fanden in Görlitz und Niesky Veranstaltungen mit zwei Überlebenden des KZ Auschwitz statt, in denen sie über ihre Erlebnisse berichteten.



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