Naziaufmärsche in Ostsachsen (2002)

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07.12.2002 / Hoyerswerda
Sog. "Lausitzer Arbeitsloseninitiative e.V.i.G."

Nachdem gegen den gleichen Naziaufmarsch zu einem noch präkereren Tag (09.November 2002) an einem ebenfalls präkären Ort (Hoyerswerda) sich eine breite Gegenbewegung formiert hatte, war davon an diesem Tag nichts zu spüren.

Etwa 100 Nazis, die meisten kamen dabei aus Brandenburg, konnten nahzu ungestört aufmarschieren. Angemeldet wurde der Aufmarsch vom Eberswalder Nazi Gordon Reinholz.

Ungestört marschieren etwa 100 Neonazis durch die Pogrom-Stadt

Die Proteste fielen dann trotz des miesen und saukalten Wetters erbärmlichst mager aus. Eine Frau stand mit einem Schild da, die Stadt "brillierte" mit lauter Weihnachtsmusik, die die Polizeieinheiten dann abstellen mussten. Doch die HoyerswerdaerInnen blieben zu Hause. Zu gleichen Zeit hatte in Dresden eine recht erfolgreiche Kundgebung gegen den dortigen Naziclub "Thor" stattgefunden.

Presseberichte zum Aufmarsch


17.07.2002 / Hoyerswerda
sog. Heldengedenken

Eine Ausweichveranstaltung zum verbotenen Nazigroßaufmarsch in Halbe ist es zwar nicht geworden, doch etwa 70 Neonazis kamen nach Hoyerswerda. Die Stadt hatte am Vormittag eine ähnliche Veranstaltung durchgezogen, doch hatte diese den Neonazis nicht einfach das Feld überlassen. Diese verhängte das Denkmahl für die "Opfer" der Weltkriege mit Plastikplanen. Die Nazis waren danach etwas sauer.

Nur etwa 60 Neonazis, statt der erträumten Nazischar aus Halbe

Presseberichte


06.07.2002 / Zittau
(the same procedure as every year - Holger Müller)

Oh, was für eine Pleite beiderseits, nur etwa 60 Neonazis, die gleich mal den falschen Baum umringten und dann doch wieder auf den verlorenen Krieg kamen. Die armen Deutschen, damals mussten sie gegenüber den Alliierten kapitulieren, heute sind es die "Ausländerschwämme". Nur die Polizei war wieder mächtig präsent, es wird gemunkelt Zittau sei Testgebiet für angehende PolizistInnen, wenn das mal kein gutes Ohmen ist. Nur etwa 20 Antifas waren auf den Beinen und wären fast verplatzverwaist worden. Einige spielten quietschvergnügt Fußball (siehe Bild), denn der 10.Todestag sollte ja nicht vertrauert, sondern gefeiert werden...



Eine Nacht zuvor gabs trotzdem eine coole Aktion, so wurden am Vorabend alle Bäume auf der Schliebenstraße mit Kreuzen bemalt, weswegen sich die Nazis erst an den falschen Baum wendeten. Irgendwann, und das ist wirklich nur eine Frage der Zeit, wird der Baum gefällt!

Mehr zum Märtyrer-Wahn der Neonazis


23.06.2002 / Niesky
Schlesische Jungs

Am Nieskyer See trafen sich am Nachmittag etwa 40 Neonazis um über den Tod eines Neonazis zu trauern, der im letzten Jahr bei einem Verkehrsumfall ums Leben kam. Dabei wurde der Polizei die Schuld in die Schuhe geschoben.

Mehr zum Märtyrer-Wahn der Neonazis


22.06.2002 / Görlitz
IWG

Die Stadt Görlitz hielt den Aufmarsch für unbedenklich, würde man diesen kleinen Schwall der sog. Ewiggestrigen, durch entsprechende Gegenaktionen doch nur aufwerten. Es würden eh nur etwa 40 kommen. Es waren dann etwa 80 und die Stadt tat wieder einmal gar nicht dagegen, wie schon Tage zuvor (down). An einer Gegendemo nahmen etwa 200 Leute teil. Es gelang eine der besten Mobilisierungen auf die Beine zu stellen, was als richtiger Erfolg gewertet werden muss. Teilweise kam es zu Blockadeaktionen durch engagierte Antifas. Positiv ist auch die Mobilisierung auf polnischer Seite zu werten, da auch viele polnische Leute sich an den Gegenaktivitäten beteiligten.

Antifa Görlitz: Naziaufmarsch einfach lächerlich!




17.06.2002 / Görlitz
Jahrestag des Arbeiteraufstands in der DDR

An einer offiziellen Gedenkzeremonie der lokalen CDU nahmen unter anderem NPD-Mitglieder teil. So auch der Görlitzer NPD-Kader Michael Kubitzki, der einen Kranz für die NPD aufhing. Der Kulturbürgermeister Großmann war sich sogar nicht zu Schade sich von Kubitzki, den Kranz aufhängen zu lassen. Offenbar hatte die NPD besser dafür mobilisieren können als die CDU, da unter den 40 TeilnehmerInnen etwa 20 Neonazis (vor allem Jüngere) zu finden waren.

Alternativ dazu auch fast die gleichen Neonazi-Aktivitäten in Dresden, wo ungefähr die gleiche Situation vorherrschte.


27.04.2002 / Zittau
NJB

Der NJB zog mit ca. 150 Anhängern ( u.a. Odins Legion, Klaus Menzel [IWG], [ex] SSSler) durch Zittau um für ihr Domizil auf der Südstraße zu demonstrieren. An einer zuvor stattgefundenen Gegenkundgebung beteiligten sich ungefähr 70 Leute, was eine totale Pleite darstellt, nicht nur für Zittau. Gegen den Aufmarsch selbst gab es so gut wie keine Gegenwehr von den wenigen anwesenden Antifas, da es einfach lebensgefährlich war. Die Stadt Zittau hielt es nicht für nötig den Nazis irgendetwas entgegenzusetzen, hielt den Aufmarsch für politisch nicht bedenklich. Zittau - immer wieder ernüchternd!

Martialischer Aufmarsch fast ohne Antifa-Action

Mehr zum Aufmarsch und dessen Background!


20.04.2002 / Bautzen
(Hitlergeburtstag)

Bautzen, in Bezug auf Nazistrukturen eigentlich nicht so bekannt. Doch an diesem Tag zogen etwa 25 Nazis durch Bautzen, legten einen Ehrenkranz am Deutschen Gefallenendenkmal ab und zogen dann Nazi-Parolen grölend durch die Stadt, bis die Polizei kam.


13.04.2002 / Bad Muskau
IWG

Die Stadt Bad Muskau hatte an diesem Tag nichts auf Lager, sie war nur damit beschäftigt die anderen Veranstaltungen entsprechend dem ostkommunalem Imagedenkens zu sichern. Etwa 50 Nazis, dass selbe Nazigesindel, was sich hier gelegentlich auf Naziaufmärschen rumtreibt, war in Bad Muskau und mussten nach einem kurzem Ausflug durch Bad Muskau sich den geistigen Ergüssen ihrer Führer (in Person: GEORG PALETTA und KLAUS MENZEL) hingeben. Etwa 60 Antifas versuchten den Naziaufmarsch zu stören.

Klaus Menzel, der (Neo)Nazi (na gut er war da noch ein Kind) aus Niederseifersdorf, soll Paletta Nachfolger werden.

Testdemo für den Highlight Görlitz erfolgreich bestanden, die Antifa-Gegenmobilisierung hat geklappt, wer fährt schon in so ein Nest, wie Bad Muskau?


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